Viele Menschen träumen davon, in ihren eigenen vier Wänden zu leben und eine Wohnung zu kaufen. Eine Eigentumswohnung bietet gegenüber einer Mietswohnung zahlreiche Vorteile. In einem Mietsverhältnis besteht immer das Risiko einer Kündigung wegen Eigenbedarfs. Während Mietausgaben nur dem Vermieter zugutekommen, sind die monatlichen Raten für Eigentum optimal angelegt. Denn eine Eigentumswohnung ist eine attraktive Wertanlage. Befindet sich die die Immobilie in einer guten Lage oder in einer beliebten Metropole, ist häufig auch eine Wertsteigerung möglich. Außerdem lässt sich eine Eigentumswohnung einfacher finanzieren als ein Haus.

Die Finanzierung

Vor dem Kauf einer Eigentumswohnung ist die Finanzierung ein wichtiges Thema. Hier ist vor allem darauf zu achten, die eigenen finanziellen Verhältnisse realistisch einzuschätzen. Nehmen Sie die Kontoauszüge der letzten zwölf Monate zur Hand und stellen Sie Ausgaben und Einnahmen gegenüber.
Vergessen Sie bei der Berechnung der Finanzierung nicht jene Kosten, die zum Kaufpreis hinzukommen. Dazu zählen zum Beispiel die Grunderwerbsteuer, Notarkosten und Nebenkosten. Außerdem sollten Instandhaltungsrücklagen angespart werden für Sanierungen oder Renovierungen.

Worauf bei der Suche nach einer Eigentumswohnung zu achten ist

Der Wohnungskauf ist meist eine langfristige Investition und sollte daher sorgfältig geplant werden. Wenn Sie die Wohnung nicht vermieten, sondern selbst bewohnen möchten, sollten Sie vor dem Kauf genau prüfen, ob sie ihren Ansprüchen gerecht wird. Lassen Sie sich bei der Suche nach Ihrer Eigentumswohnung lieber so lange Zeit, bis Sie tatsächlich ein passendes Objekt gefunden haben.

Überlegen Sie genau, wieviel Platz Sie tatsächlich benötigen, auch in Zukunft. Machen Sie sich Gedanken darüber, was Ihnen in Ihrem Zuhause wichtig ist. Möchten Sie in einem ruhigen Wohnviertel leben oder lieben Sie den Trubel mitten in der Stadt? Wünschen Sie sich eine Terrasse oder einen Balkon? Bevorzugen Sie Altbau oder Neubau?

Punkte, die Sie vor der Wohnungsbesichtigung prüfen sollten

Machen Sie sich vor der Wohnungsbesichtigung ein Bild von der Umgebung: Liegt die Wohnung in einem idyllischen Wohnviertel oder eher in einem tristen Umfeld? Befinden sich Lärmquellen in der Nähe wie die Autobahn, Industrie oder Freizeitanlagen? Finden Sie heraus, ob es genügend Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte oder Schulen in der Nähe gibt. Informieren Sie sich über die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Überprüfen Sie, wie weit Ihr Arbeitgeber entfernt ist und wie lange Sie für die Fahrt zur Arbeit benötigen würden.

Was ist bei der Besichtigung zu beachten?

Besichtigen Sie die Wohnung bei Tageslicht. So fallen eventuell bestehende Mängel eher auf und Sie sehen, wie hell die Räume sind. Überprüfen Sie vor dem Kauf unbedingt den Zustand der Wohnung! Sehen Sie sich Türen und Fenster bei der Besichtigung genau an und prüfen Sie, ob diese sich einwandfrei öffnen und schließen lassen. Ist dies nicht der Fall, drohen hohe Energiekosten. Testen Sie auch, ob die Wasserhähne in Küche und Bad funktionieren.
Manche Mängel sind für Laien schwer zu erkennen. Daher ist es hilfreich, einen unabhängigen Gutachter mit zur Besichtigung zu nehmen. Dies ist zwar mit Kosten verbunden, doch die Investition lohnt sich. Denn Sanierungen sind meist wesentlich teurer.

Eigentümergemeinschaft

Wer eine Wohnung erwirbt, wird danach automatisch Mitglied der Eigentümergemeinschaft. Sie besteht aus allen Wohnungseigentümern des Mehrfamilienhauses. Durch die Mitgliedschaft ergeben sich unterschiedliche Pflichten. So sind zum Beispiel die Kosten der Instandhaltung der kompletten Immobilie von der Eigentümergemeinschaft zu tragen. Außerdem haben Sie das Recht, an Eigentümerversammlungen teilzunehmen und bei Entscheidungen mitzureden. Denn über Maßnahmen, die das Gemeinschaftseigentum betreffen, wird auf den Eigentümerversammlungen entschieden.
Lassen Sie sich die Protokolle der letzten Eigentümerversammlungen zeigen, bevor Sie eine Wohnung kaufen. Auf diesem Wege erhalten Sie wichtige Informationen, zum Beispiel über beschlossene Sanierungsmaßnahmen. Oft lässt sich dabei auch herauslesen, ob die Eigentümer untereinander ein gutes Verhältnis haben oder ob es regelmäßig zu Konflikten kommt.