//Umziehen oder pendeln?

Umziehen oder pendeln?

Millionen Menschen in Deutschland pendeln Tag für Tag zur Arbeit und legen dabei zum Teil beachtliche Strecken zurück. Sowohl das Pendeln als auch ein Umzug zur Arbeitsstelle bringen Vor- und Nachteile mit sich. Was macht mehr Sinn?

Vielfältige Gründe, um zur Arbeit zu pendeln

Verspätete Züge, Staus auf der Autobahn und ein großer zeitlicher Aufwand – jeden Tag zum Arbeitsplatz zu pendeln ist nicht die bequemste Lösung. Dennoch nehmen zahlreiche Arbeitnehmer einen weiten Weg zu ihrem Job in Kauf. Die Gründe dafür sind vielfältig. Zum einen bieten viele Arbeitgeber für den Anfang nur eine befristete Stelle. Solange die Jobsituation noch unsicher ist, ist es fraglich, ob ein Umzug Sinn macht.

Die hohen Mieten und Kaufpreise von Immobilien in den großen Metropolstädten verdrängen die Bewohner in das Umland. Gute Jobs sind dort jedoch oft rar. In der Stadt zu arbeiten und in der Umgebung zu leben scheint dann oft die einzige Lösung zu sein. Doch auch wer außerhalb den Traumjob findet, aber nicht auf das Stadtleben verzichten mag, muss pendeln.

Viele Arbeitnehmer möchten außerdem ihr soziales Umfeld, Freunde oder Vereine nicht aufgeben und pendeln daher lieber zu ihrem Arbeitsplatz. Insbesondere auch für Eltern stellt sich die Frage, ob sie ihre Kinder durch einen Umzug aus der gewohnten Umgebung reißen möchten. Auch wer im eigenen Haus lebt, entscheidet sich oft gegen einen Umzug und pendelt.

Was spricht dagegen, zur Arbeit zu pendeln?

Wer jahrelang jeden Tag weite Strecken pendelt, setzt sich einem gesundheitlichen Risiko aus. Pendler sind erwiesenermaßen gestresster. Ausfälle oder Verspätungen der öffentlichen Verkehrsmittel und Staus zehren an den Nerven. Auch laute Telefonate, ausfallende Klimaanlagen oder aggressive Verkehrsteilnehmer sind weitere Stressfaktoren beim Pendeln. Pendler sehen ihre Familie und Freunde seltener. Auch für ausgleichende Hobbys fehlt oft die Zeit. Pendler leiden häufiger an Erschöpfung, Magenproblemen, Rücken- und Kopfschmerzen und erhöhtem Blutdruck als Nichtpendler.

Viele Pendler verbringen sitzend mehrere Stunden sowohl im Büro als auch im Auto bzw. in der Bahn. Wer lange unterwegs ist, hat abends oft keine Zeit oder Lust mehr, Sport zu treiben. Der Bewegungsmangel kann ebenfalls gesundheitliche Probleme mit sich bringen. Wer regelmäßig in öffentlichen Verkehrsmitteln pendelt, hat außerdem ein erhöhtes Risiko, sich mit einer Infektionskrankheit anzustecken.

Auch die Vernachlässigung von sozialen Kontakten spricht dagegen, weite Strecken zur Arbeitsstelle auf sich zu nehmen. Häufig fehlt die Zeit, um sich mit Freunden zu treffen. Der Stress vom Pendeln führt außerdem nicht selten zu Reizbarkeit, was wiederum die Beziehung beeinträchtigen kann.

Tipps für Pendler

Wenn ein Umzug nicht in Frage kommt, können verschiedene Verhaltensweisen das Pendeln erleichtern. Überlegen Sie, wie Sie bewusst im Zug oder Auto entspannen können, zum Beispiel durch Lesen, Achtsamkeitsübungen oder Musik hören. Wenn Sie mit dem Auto fahren, nutzen Sie immer wieder neue Wege. Auf diese Weise befreien Sie Ihr Gehirn aus der Routine und fördern Ihre Kreativität.

Parken Sie Ihr Auto nicht zu nahe an Ihrem Arbeitsplatz und nutzen Sie die Mittagspause für einen Spaziergang. Auch am Schreibtisch lassen sich kleine Lockerungsübungen durchführen. So können Sie dem Bewegungsmangel etwas entgegenwirken.

Sprechen Sie Ihren Arbeitgeber darauf an, ob wenigstens für ein bis zwei Tage der Woche die Arbeit im Home Office möglich ist. Überladen Sie Ihre Freizeit nicht mit zu vielen Aktivitäten. Nutzen Sie freie Tage, um abzuschalten und für Tätigkeiten, die Ihnen Freude machen.

Umzug oft sinnvoller als pendeln

Das tägliche Pendeln bringt Stress, Bewegungsmangel und somit einige Nachteile für die Gesundheit mit sich. Auch soziale Kontakte und die eigene Lebenszufriedenheit leiden häufig darunter. Auf lange Sicht ist daher ein Umzug zum Arbeitgeber die entspanntere und gesündere Lösung.

2019-11-11T12:26:28+01:00
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